Blick nach vorn

Rückblick auf die Saison 2021-22 der Detroit Red Wings und was als nächstes für das Team ansteht

Eine weitere enttäuschende Saison der Detroit Red Wings ist zu Ende gegangen. Das Team aus dem Bundesstaat Michigan wurder Sechster in der Atlantic Division und Zwölfter in der Eastern Conference mit einer Bilanz von 32-40-10. Natürlich befindet sich das Team immer noch in einem Wiederaufbauprozess, aber jeder eingefleischte Red Wings-Fan hoffte dennoch auf eine ordentliche Steigerung. Am Ende verpasste die Orginal-Six-Franchise die Playoffs zum sechsten Mal in Folge. Das ist mittlerweile die zweitlängste Amtszeit die das Team jemals ohne Playoffs war, noch ist die längste Periode von der Saison 1970/71-1976/77 ohne Playoffs in der amerikanischen Autostadt und so sollte es auch bleiben! Als die reguläre Saison beendet war, verschwendete der GM Steve Yzerman keine Zeit und startete mit einer großen Entscheidung in die Offseason. Yzerman kündigte an, dass die Red Wings die Verträge von Cheftrainer Jeff Blashill, Co-Trainer Doug Houda und Torwarttrainer Jeff Selajko nicht verlängern werden. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass das Team frühzeitig mit der Suche nach einem völlig neuen Trainerstab beginnen wird. Coach Blashill hatte aktuell nach Jon Cooper (Cheftrainer der Tampa Bay Lighting) das zweitlängste Trainerdasein als Cheftrainer in der NHL. In sieben Spielzeiten bzw. 537 Spielen als Leiter des Teams hatte Blashill eine Bilanz von 204-261-72 und stellte nur einen 1-4 Playoff-Rekord auf, da er die Playoffs nur einmal in seiner siebenjährigen Amtszeit erreichte.

Warum die Red Wings die Playoffs verpasst haben?

Detroit startete ziemlich gut in die Saison 2021/22 und befand sich in den ersten Monaten der Saison in einer Playoff-Position, bevor sich die Dinge in die falsche Richtung bewegten. Die Rookies mit Moritz Seider und Lucas Raymond passten sich gut an die NHL an und spielten hervorragend für Detroit. Beide Spieler sind der Calder Trophy würdig, wobei nur Mo Seider als Finalist nominiert wurde! Die siebte Saison von Tyler Bertuzzi war die Beste und Teamkapitän Dylan Larkin antwortete auf seine schlechte Spielzeit 2020-21. Defensiv hatte man jedoch etwas größere Probleme, denn allein mit 3,78 Gegentore pro Spiel ließ man die drittmeisten Gegentore in der gesamten NHL zu. Nur die Tabellenletzten beider Konferenzen mit den Arizona Coyotes und den Montreal Canadiens ließen mehr Tore als die Red Wings zu. Desweiteren war man das einzige Team, das in dieser Saison zweimal mehr als 10 Tore in einem einzigen Spiel zugelassen hat. Doch damit nicht genug, mit 73,8% hatte man das schlechteste Unterzahlspiel der Liga. Beim Powerplay belegte man dagegen Platz 26 mit 16,3%. Die Torhüterleistungen bestanden aus Genie und Wahnsinn, da Alex Nedeljkovic und Thomas Greiss keine Konstanz fanden.
18 Mal beendete in dieser Saison der Torhüter ein Spiel mit einer Save Percentage von mindestens 0,940 oder höher, außerdem hatten die Red Wings in dieser Saison 25 Spiele, in denen der Starttorhüter eine Quote von 0,870 oder weniger hatte, und in 10 dieser 25 lag die Quote unter 0,800.

Was kommt als nächstes für die Red Wings?

Natürlich ist ein neuer Cheftrainer vorrangig, aber auch bezüglich des Kaders müssen noch viele Entscheidungen getroffen werden. Detroit hat zahlreiche Veteranen, die in diesem Sommer Unrestricted Free Agents werden. Sechs dieser Spieler sind ü30 und Yzerman hat die Möglichkeit, etwas Erfahrung in den Kader zu bringen. Uneingeschränkte Free Agents: Sam Gagner, Danny DeKeyser, Marc Staal, Thomas Greiss, Carter Rowney und Calvin Pickard. Wenn es um die Restricted Free Agents von Detroit geht, ist Filip Zadina derjenige, der wohl für die meiste Aufmerksamkeit sorgen wird. Die Organisation war mit seinem Spiel nicht ganz zufrieden und hatten bereits versucht, den 22-Jährigen zu tauschen. Restricted Free Agents: Filip Zadina, Mitchell Stephens, Olli Juolevi, Jake Walman und Chase Pearson. Die Traditionsfranchise wird auch im kommenden Draft wieder viele Optionen besitzen, da sie 10 Draft-Picks zur Verfügung haben. Zum sechsten Mal in Folge haben die Red Wings einen Top-10-Pick, zudem zwei Picks für die zweite Runde, einen in der dritten Runde, drei in der vierten, einen in der fünften und ein Paar in der siebten Runde. Ungeachtet der enttäuschenden Bilanz in der Saison 2021/22 ist die Aufregung um die Zukunft der Red Wings ziemlich hoch, und das aus gutem Grund. Mo Seider ist einer der Favoriten auf den Gewinn der Calder Trophy in dieser Saison. Lucas Raymond beendete die reguläre Saison 2021/22 mit 57 Punkten, den meisten Punkten eines Red Wings-Rookies, seit Nicklas Lidstrom in der Saison 1991/92. Der legendäre Verteidiger mit der Trikotnummer 5 erzielte damals 60 Punkte in seiner ersten NHL-Saison. Zum einen werden Seider und Raymond in der nächsten Saison zusammen mit Simon Edvinsson die Zukunft von Hockeytown repräsentieren, zum anderen werden sie vielleicht um einen langersehnten Playoff-Platz kämpfen!



Kategorien:Aktuelles aus Hockeytown

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