NHL-Saisonvorschau und Prognose

Mit dem Start der National Hockey League (NHL) in dieser Woche ist jetzt ein perfekter Zeitpunkt, um einen Blick auf das kommende Jahr zu werfen. Aufgrund der weltweiten Pandemie gibt es insgesamt viele Änderungen in der Liga. Die wichtigste Änderung ist die Umgestaltung der Divisionen in der NHL. Die Divisionen wurden nach geografischen Standorten umgestaltet, damit die Teams für ihre Spiele nicht mehr weit reisen müssen. Es gibt sogar eine „All-Canada-Division“, die für offizielle Zwecke als North Division bekannt ist. Wir werden uns die einzelnen Divisionen genauer ansehen, um eine bessere Vorstellung davon zu bekommen, wer voraussichtlich die Nase vorn hat und wer am Ende den Stanley Cup gewinnen wird.

Beginnend mit der East Division haben wir die Boston Bruins, Washington Capitals, Pittsburgh Penguins, Philadelphia Flyers, New York Rangers, New York Islanders, New Jersey Devils und die Buffalo Sabres. Meine Wahl für den Divisionstitel fiel auf die Philadelphia Flyers, die gestern durch ihren starken Saisonstart sechs Tore erzielen und ihren Rivalen aus Pittsburgh besiegen konnten. Die Flyers sind mit einer Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern, sowie ihrem Torhüter-Juwel Carter Hart mein Geheimfavorit, dennoch sollte man Mannschaften wie die Washington Capitals und die Teams aus New York nicht aus dem Auge lassen. In Washington hat es den Grund, dass Zdeno Chara dem Haupstadtklub extrem helfen kann! Anstatt dieses Team zu „terrorisieren“, wird er jetzt direkt mit Ovechkin, Kuznetsov, Backström auf dem Eis stehen und seine Erfahrung weitergeben. Die New York Rangers besitzen mit Shestyorkin und Georgiev eines der talentiertesten Torhüter-Duos der gesamten Liga. Durch den Gewinn der Draft-Lotterie wurde zudem der Sturm mit Alexis Lafreniére verjüngt und zugleich qualitativ verbessert. Dagegen besitzen die New York Islanders meiner Meinung nach die beste Defensive der Liga. Trainer Barry Trotz verwandelte innerhalb kurzer Zeit eine Schießbude zum Abwehrbollwerk. Desweiteren steht den Islanders mit Semyon Varlamov und Ilya Sorokin ebenfalls ein starkes Torhüter-Gespann zur Verfügung. Letztendlich ist im Kampf um die Playoff-Plätze alles möglich, da die East Division neben der Central Division die zweitstärkste Division der Liga ist.

Als nächstes folgt die North Division (Canada Division), zu der die Winnipeg Jets, Vancouver Canucks, Toronto Maple Leafs, Ottawa Senators, Montreal Canadiens, Edmonton Oilers und die Calgary Flames gehören. Obwohl diese Teams durch die Bank wettbewerbsfähig sind, heben sich die Toronto Maple Leafs von den anderen ab. Der Club aus Ontario muss mit den Superstars wie Matthews, Tavares, Marner, Nylander und Veteran Joe Thornton endlich liefern und wird dieses Jahr den Titel der North Division holen. In Winnipeg fühlt sich dagegen Patrick Laine weiterhin unwohl und möchte den Verein verlassen, in Ottawa hofft man aus deutscher Sicht auf viel Eiszeit für NHL-Debütant Tim Stützle. Die Edmonton Oilers haben mit Dominik Kahun einen weiteren deutschen Spieler und alten Freund von Leon Draisaitl geholt. In Oil Country verfügt man mittlerweile über einen qualitativ gut- und tiefbesetzten Sturm, allerdings blieb die Torhüterposition mit Mike Smith und Mikko Koskinen unverändert. In der Verteidigung hat man mit Tyson Barrie einen „4. Stürmer“ geholt. So gut der 29-jährige Verteidiger offensiv ist, so schlecht ist er auch defensiv, hier hätte man eher auf einen Stay-at-home-Verteidiger setzen sollen. Am Ende wird das Rennen um die Playoff-Plätze in dieser Division am spannendsten und ich lasse den vierten Platz hinter Toronto, Edmonton und Winnipeg offen.

Im Zentrum von Nordamerika befindet sich keine andere als die Central Division, zu der die Tampa Bay Lightning, Nashville Predators, Florida Panthers, Detroit Red Wings, Dallas Stars, Columbus Blue Jackets, Chicago Blackhawks und die Carolina Hurricanes gehören. Die Chicago Blackhawks und Detroit Red Wings sind weiterhin „Rebuild-Teams“ und werden um den vorletzten Platz kämpfen, wobei die Blackhawks noch eher für eine kleine Überraschung sorgen könnten. Für eine große Überraschung könnten meiner Meinung nach die Florida Panthers sorgen, die mit Joel Quenneville einen sehr erfolgreichen Trainer aus Chicago-Zeiten an der Bande haben. Desweiteren wird in dieser Division achtmal das letztjährige Stanley Cup Finale zwischen den Dallas Stars und Tampa Bay Lightning stattfinden. Der klare Favorit in der Central Division ist sicherlich der aktuelle Stanley Cup Sieger aus Tampa, wobei die Personalie Nikita Kucherov eine große Rolle spielen dürfte. Der Russe wird frühestens zu den Playoffs wieder fit sein und sein Team stärken können. Für mich sind die Tampa Bay Lightning, Carolina Hurricanes und Florida Panthers ganz klare Playoff-Teams. Den vierten Platz werden die Dallas Stars und Nashville Predators unter sich ausmachen. Vielleicht werden die Bolts aus Tampa Bay den Stanley Cup verteidigen und zugleich der neue „back-to-back Champion“ sein….

Schließlich haben wir die West Division mit den Vegas Golden Knights, St. Louis Blues, San Jose Sharks, Minnesota Wild, Los Angeles Kings, Colorado Avalanche, Arizona Coyotes und den Anaheim Ducks. Für mich war dies eine schwierige Wahl zwischen den Vegas Golden Knights und der Colorado Avalanche. Wir haben gesehen, zu was das Team um Philipp Grubauer in der Lage sein kann, wenn es größtenteils von Verletzungen verschont bleibt. Neben dem Team aus Denver sind da noch die Las Vegas Golden Knights. Die Golden Knights werden ihre Teilnahme am Stanley-Cup-Finale 2018 aus der Debütsaison versuchen zu wiederholen. Neben Colorado und Las Vegas gibt es noch die St. Louis Blues. Das Team aus Missouri hat sich allerdings seit dem Stanley Cup Sieg im Jahr 2019 etwas verändert, dennoch konnten die Blues ihren schmerzhaftesten Abgang Alex Pietrangelo durch Torey Krug und Justin Faulk ersetzen. Zudem konnte man mit Mike Hoffman die Qualität im Sturm zusätzlich verbessern. Den vierten und letzten Playoffplatz werden die Minnesota Wild, San Jose Sharks und Arizona Coyotes unter sich ausmachen, wobei ich hier ganz stark zu Minnesota tendiere. Die Los Angeles Kings und Anaheim Ducks befinden sich weiterhin im Neuaufbau und kämpfen um den vorletzten Platz in der schwächsten Division. Beide können natürlich aufgrund ihrer Prospects für eine Überraschung sorgen. Ich glaube, dass die Avalanche die Oberhand haben wird und am Ende die Division vor dem Goldenen Ritter aus Vegas gewinnt.

Jetzt kommt der schwierige Teil – wer am Ende der Stanley Cup-Champion sein wird. Wie wir letztes Jahr gesehen haben, kann das neue Playoff-Format die Dinge wirklich durcheinander bringen. Es können möglicherweise einige gute Teams frühzeitig ausscheiden, oder auch das bestmögliche Stanley Cup-Matchup liefern. Meine Favoriten sind die Colorado Avalanche, die Vegas Golden Knights und die Toronto Maple Leafs. Wie schon erwähnt, sollte man dennoch die Philadelphia Flyers, Tampa Bay Lightning und New York Islanders auf dem Zettel haben.

Nun….Wer gewinnt den Stanley Cup? Das Finale werden am Ende die Colorado Avalanche und Tampa Bay Lightning bestreiten. Am Ende werden sich die Jungs aus Denver durchsetzen und der neue Stanley-Cup-Sieger sein. Die Avalanche startet in dieser Saison mit dem talentiertesten Kader der Liga. Mit Nathan MacKinnon als Kapitän wird erwartet, dass er das Spiel und die Leistung seiner Teamkollegen verbessert. Stürmer wie Landeskog, Rantanen, Burakovsky, Kadri oder Donskoi können ebenfalls für Furore sorgen, dazu wurde der Kader mit erfahrenen Spielern wie Brandon Saad und Devon Toews sinnvoll verstärkt. Faszinierend ist zudem der Prospect-Pool von Colorado, denn allein im Finalspiel der U20-WM waren 4 Spieler der Avalanche vertreten. General Manager Joe Sakic hat in den letzten Jahren unglaubliche Arbeit geleistet und wird am Ende der Saison belohnt werden. Die Colorado Avalanche werden Stanley Cup Champion 2021!



Kategorien:Aktuelles aus Hockeytown

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